Nachdem wir im September letzten Jahres in Ludwigshafen zu Gast sein durften, war jetzt, fast genau ein Jahr später, eine größere Delegation  der  Fotografischen Gesellschaft Ludwigshafen e.V. (FGL) auf Gegenbesuch. Wir trafen uns an der ehemaligen Grube Reden, heute „Erlebnisort“ mit Industriedenkmälern und Wassergarten. Dort begrüßte unser Vorsitzender, Franz Rudolf Klos, die Fotofreunde vom Rhein um ihren Vorsitzenden Karlheinz Weingärtner und Thomas Detzner. Unser Vorstandsmitglied Heribert Maurer hatte noch eine Überraschung parat und zeigte den Gästen das ehemalige Grubengebäude. Anschließend wurde im Außenbereich zusammen fotografiert, hier boten sich zahlreiche Motive, von Industriekultur und Architektur bis Natur. Nach einem Essen auf der rustikalen Alm auf der Bergehalde ging es nach Freisen. Dort standen eine Besichtigung der Clubräume und eine Bildkritik auf dem Programm und es blieb auch Zeit, um Erfahrungen auszutauschen und persönliche Gespräche zu führen.

 

Nach seiner Auszeichnung auf nationaler Ebene als Meisterfotograf des Deutschen Verbandes für Fotografie (MDVF) im vergangenen Jahr, konnte sich der Fotograf Wolfgang Wiesen aus Tholey-Hasborn in diesem Jahr über eine ganz besondere Ehre auf internationaler Ebene freuen, welche erst insgesamt 15 Fotografen aus Deutschland zuerkannt wurde:  Maître Photographe de la Fédération Internationale de l'Art Photographique (MFIAP).


Die Fédération Internationale de l'Art Photographique (FIAP) ist die internationale Dachorganisation nationaler Fotoverbände mit Mitgliedern aus mehr als 90 Ländern weltweit. Deutsche Fotoamateure werden von dem Deutschen Verband für Fotografie (DVF) in der FIAP repräsentiert.


Neben den internationalen Ehrentiteln Künstler der FIAP (AFIAP) und Exzellenter Künstler der FIAP (EFIAP) mit verschiedenen Stufen, ist der Titel Meisterfotograf der FIAP (MFIAP) die höchste Auszeichnung für einen Fotografen, welche einmal im Jahr vom Direktorium der FIAP verliehen wird.


Während die erstgenannten Titel für eine Reihe von Erfolgen bei Fotowettbewerben und Ausstellungen in aller Welt vergeben werden, muss der Bewerber für die MFIAP-Auszeichnung einen Lebenslauf mit fotografischem Werdegang und eine serielle Arbeit bestehend aus 20 Werken zu einem selbst ausgewählten Thema beim Direktorium der FIAP zur Begutachtung einreichen.
Wolfgang Wiesen hat bei seiner erfolgreichen Bewerbung eine Bildstrecke zum Thema „Mysteriöse Osterinsel (Rapa Nui)“ vorgelegt. Die kleine Osterinsel inmitten des Pazifischen  Ozeans ist eine UNESCO-Weltkulturerbestätte und berühmt für ihre große Anzahl von steinernen Kolossalfiguren (Moai), welche von den polynesischen Ureinwohnern über Jahrhunderte auf Zeremonialplattformen (Ahu) direkt an der Küste rund um die Insel aufgestellt wurden und vermutlich der Ahnenverehrung dienten.


Wiesen konnte auf einer Expeditionsreise mit seinen Kameras in die geheimnisvolle Welt der Moai-Kultur auf Rapa Nui, wie die Insel in der Eingeborenensprache heißt, eintauchen. Ohne es im Vorfeld zu wissen, erwies sich die Lichtsituation  und die tägliche leichte Bewölkung auf der Osterinsel als ideal für die von Wiesen schon seit vielen Jahren praktizierte Infrarotfotografie in Schwarzweiss. Mit einer eigens für diese Art von Fotografie umgebauten Kamera gelangen Bilder mit einer ganz ungewöhnlichen Anmutung, welche sich insbesondere durch eine kontrastreiche Darstellung der Moai-Figuren vor einem markanten Wolkenhimmel auszeichnen. Diese einmaligen Arbeiten konnten die Jury überzeugen und Wiesen wurde der 15. MFIAP-Titel in Deutschland zuerkannt. Fünf  dieser Titelträger sind übrigens Saarländer, was das hohe Niveau der Fotografie im DVF-Landesverband Saar auch international bestätigt.
Wolfgang Wiesen ist seit vielen Jahren Mitglied im Fotoclub Tele Freisen und engagiert sich auch ehrenamtlich in der Fotoszene. Er ist Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF), sowie berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter den Bildband „Anders Sehen“ über den Kreis St.Wendel und „Hab ein Auge mit mir“ mit Fotos von ihm und Gedichten von Johannes Kühn. Regelmäßig nimmt er an Wettbewerben und Ausstellungen in aller Welt teil und veröffentlicht Beiträge in Fachzeitschriften. Auch ein Portfolio über Rapa Nui wird Ende November in der renommierten Zeitschrift SCHWARZWEISS erscheinen.


Ausführlichere Informationen findet man im Internet unter folgenden Adressen:
www.fiap.net, www.dvf-fotografie.de und www.wwfoto.de


Den Teilnehmern werden in einem 5-teiligen Kurs Grundkenntnisse in Theorie und Praxis vermittelt.


Angefangen von der Kameratechnik, dem Umgang mit der Kamera, der Bildgestaltung und der Motivsuche mit anschließender Bildbesprechung erlernen die Teilnehmer die Grundlagen für ein gutes Bildergebnis.
Die Bildbearbeitung am Computer wird nicht geübt, es wird aber im Rahmen der Bildbesprechung beispielhaft gezeigt, wie ein Bild mit einer Bildbearbeitungssoftware verbessert werden kann.


Zielgruppe: Einsteiger, die Blende, Verschlusszeit und Brennweite motivgerecht einsetzen wollen. Fortgeschrittene, die ihr Grundlagenwissen auffrischen wollen.


Voraussetzung: eigene Kamera, System- oder Spiegelreflexkamera
(Kompaktkamera nur nach Rücksprache)


Anzahl Teilnehmer: 10 bis 12


Veranstaltungsort: Freisen, Clubraum Heidestraße


Termine:

Teil 1: Di 11.09.2018 19.00 bis 21.00 Uhr (Theorie)


Teil 2: So 16.09.2018 10.00 bis 13.00 Uhr (Theorie)
Zum Thema „Kamera“ werden Grundlagen zur Kamera- und Objektivtechnik vermittelt. Die grundlegenden Kameraeinstellungen zu Belichtung und Fokussierung werden vorgestellt und ihre Auswirkungen auf das spätere Bild erläutert. Auch der richtige Umgang mit der Kamera wird geübt.


Teil 3: Sa 22.09.2018 9.30 bis 14.00 Uhr

Zur Umsetzung der Theorie aus dem ersten Teil, stehen im zweiten Teil praktische Übungen und das Fotografieren mit der eigenen Kamera im Vordergrund. Hier lernen die Teilnehmer, die verschiedenen Kameraeinstellungen und Objektivbrennweiten motivgerecht einzusetzen. Um die Wirkung einzelner Bildelemente zu verstehen, werden die Bilder anschließend gemeinsam besprochen.


Teil 4: So 23.09.2018 9.30 bis 14.00 Uhr
Zur Verbesserung ihrer Bildergebnisse lernen die Teilnehmer im nächsten Schritt die Grundsätze der Bildgestaltung. Bei der anschließenden Motivsuche wird der Blick auf das Wesentliche geschult und das neu Erlernte kann in einer weiteren praktischen Übung beim Fotografieren umgesetzt werden.


Teil 5: Di 25.09.2018 19.00 bis 21.00 Uhr
In einer abschließenden Bildbesprechung werden die Bildergebnisse vom Sonntag analysiert und praktische Hinweise zur Verbesserung gegeben.


Referenten: erfahrene Fotografen des Fotoclubs ‚Tele‘ Freisen


Teilnahmegebühr: 150 € (inklusive Getränke)


Teilnehmerinfo: Alle Teilnehmer werden ca. 1 Woche vor Kursbeginn nochmals kurz informiert.
(Ausrüstung, genaue Örtlichkeit, usw.)


Anmeldungen: ab Mi 15.08.2018 (Vor diesem Termin sind nur Anmeldungen von Clubmitgliedern möglich)


Anmeldung und Info: Norbert Holz , Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Nach bestätigter Anmeldung erhalten Sie Informationen zur Überweisung der Kursgebühr.

Hochbetrieb in den Clubräumen unseres Fotoclubs Tele Freisen. Laptop und Beamer sind vorbereitet, Printabzüge ausgebreitet, im Nebenraum haben die Porträtfotografen alles für ein kleines Shooting mit zwei Modellen aufgebaut. Der Grund: Wir haben Besuch. Roman Späth, Redakteur der Zeitschrift Photographie, und Praktikantin Steffi, sind extra nach Freisen gekommen, um an einem Clubabend teilzunehmen und einen größeren Bericht zu gestalten. Und damit sie einen kleinen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten bekommen, stellen sich die einzelnen Gruppen vor. Pressereferent Thomas Reinhardt hat  eine kleine AV-Präsentation über unseren Club vorbereitet, Annelie Henn gibt eine  Einführung in die Makrofotografie, Gerhard Bolz zeigt, wie eine professionelle AV-Schau zusammengestellt wird.  Dann kann man den Porträtfotografen über die Schulter schauen. Unser Vorsitzender, Franz Rudolf Klos, und unser 2. Vorsitzender, Christian Mütterthies, sowie Jugendwart Steffen Klos stehen als Interviewpartner bereit. Und am Ende machen die beiden Gäste auch noch bei der Jurierung zum Bild des Monats August mit. „Das war ein kurzweiliger Abend“, meint Roman Späth, „wir nehme viele Eindrücke mit.“  „Ja, es hat viel Spaß gemacht“, ergänzt Praktikantin Steffi. Und wir sind jetzt auf den Bericht in der Zeitschrift Photographie gespannt.

 

Der Wettergott muss ein Freund unseres Fotoclubs sein. Pünktlich zum Sommerfest am Samstagnachmittag zeigte er sich von seiner besten Seite, schickte nicht nur blauen Himmel und Sonnenschein, sondern auch ein paar Wölkchen und ein angenehmes Lüftchen in die Heidestraße. So stand einem harmonischen Sommerfest nichts mehr im Wege. Das Orga-Team um Peter Klos und Grillmeister Waldemar waren bestens vorbereitet und so konnte im und ums Clubheim gefeiert werden. Die Mitgliederinnen und Mitglieder nahmen das Angebot dankend an und ließen sich mal so richtig verwöhnen. Nach einer kurzen Wanderung gab es Kaffee und leckeren Kuchen, die Auswahl auf dem Buffet war hervorragend. Einen Dank an alle fleißigen Hobbybäcker!
Neben Gesprächen über unser geliebtes Hobby, das Wetter und die große Trockenheit, Gott und die Welt, waren auch die Bildbände mit unseren Aktivitäten im Laufe der vergangenen Jahre zum Durchblättern gefragt.
Und dann war es Zeit zum zweiten kulinarischen Streich: Auf dem großen Schwenkgrill bruzzelten Teile von Schwein und Pute sowie diverse Würstchen, dazu gab es eine schöne Auswahl von Salaten und natürlich Bier, Wein und Wasser. Irgendwie schmeckte alles noch ein klein wenig besser als sonst. Was auch daran gelegen haben mag, dass alles kostenfrei war – als Anerkennung, weil wir in diesem Jahr Deutscher Fotoclubmeister geworden sind!

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