Am 13. Juli 2019 machte sich eine 16 Personen starke Delegation des Fotoclubs Tele Freisen und der Freunde der Partnerschaft Mutzig, darunter Bürgermeister Karl Josef Scheer, auf den Weg in unsere Partnerschaft nach Mutzig, um an den Feierlichkeiten zum Französischen Nationalfeiertag (14. Juli) teilzunehmen. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Umzug am Soirée révolutionnaire (13. Juli), an dem wir als Sans Culotte mit einer eigenständigen Freisener Gruppe teilnahmen. Die erforderlichen Kostüme waren uns von der Stadt Mutzig zur Verfügung gestellt worden. Vor dem Umzug stärkten wir uns noch bei einem Flammkuchenessen im Restaurant Cigogne. Danach zogen wir unsere Kostüme an und begaben uns zum Mutziger Bahnhof, wo wir, zusätzlich mit Fackeln ausgerüstet, unseren Platz im Zug einnahmen. Um 21:30 Uhrsetzte sich der Zug in Bewegung. Jede einzelne Gruppe des mehrere 100 m-langen Umzugs wurde beim Vorbeimarsch an der Ehrentribüne in der Nähe des Rathauses vorgestellt, wobei wir Freisener – an unserem Schild gut zu erkennen - besonders begrüßt wurden. Der Zug endete am Dôme, wo wir uns - ausgestattet mit Freibons - mit Bratwürsten, Wiener und Bier stärken konnten. Danach konnten wir das phantastische Feuerwerk, das perfekt mit Musik begleitet wurde, bewundern. Im Anschluss an das Feuerwerk nahmen wir als Gäste des Bürgermeisters der Stadt Mutzig, Jean Luc Schickele, am Empfang zum Französischen Nationalfeiertag im Dôme teil. Unser herzlicher Dank gilt dem für die Partnerschaft zuständigen Adjoint René Rebitzer, der, obwohl er an diesem Tag Geburtstag hatte, uns am Nachmittag und am Abend betreute und auch in unserer Gruppe am Umzug teilnahm.

Am Morgen des 14. Juli fuhren wir zum Fotografieren ins benachbarte Städtchen Boersch mit seinen wunderschönen alten Fachwerkhäusern einschließlich der drei mittelalterlichten Stadttoren aus dem 14. Jahrhundert. Leider beendete der Wettergott unsere fotografischen Bemühungen gegen 12:00 Uhr durch starken, langanhaltenden Regen.

Vom  31.05. – 02.06.19 unternahmen Mitglieder des Fotoclubs Tele Freisen und des Photoclubs de Mutzig einen gemeinsamen Workshop im französischen Jura. Die Organisation des Workshops vom 31.05. – 02.06.19, der Natur und Architektur zum Gegenstand hatte, lag in den Händen der französischen Fotofreunden. Nach der Anreise war der gesamte Nachmittag der königlichen Saline in Arc-et-Senans gewidmet. Diese ist seit 1982 Weltkulturerbe und war als Manufaktur zur Salzgewinnung 1779 fertiggestellt worden. Am späten Nachmittag wurde dann in Arbois das Hotel bezogen. Der nächste Tag begann nach dem Frühstück mit einer etwa 2 – stündige Wanderung entlang des Flüsschen Cuisance, die schließlich ins Städtchen Arbois führte, wo einige Stromschnellen ebenfalls beste Motive boten. Beim Bummel durch das Städtchen, in dem Louis Pasteur den größten Teil seiner Kindheit verbrachte, boten die pittoresken Straßen, Gebäude und Häuser sowie zahlreichen Weinverkaufsstellen der Winzer den Fotografen weitere zahlreiche Motive. Eine Spezialität der Region ist der Vin Jaune (Gelbe Wein) aus der Savagnin-Rebe, der im Geschmack an einen trockenen Sherry erinnert und 50 Jahre und länger lagerfähig ist. Nach der Vergärung muss dieser Wein noch mindestens sechs Jahre und drei Monate in einem Barriquefass liegen. In dieser Reifezeit verdunsten bis zu 40 % des Weines. Diese lange Reifezeit erklärt auch den hohen Preis des Weines, der bei ca. 30 Euro pro Flasche (620 ml) für den jüngsten Jahrgang liegt. Am Nachmittag wurde zunächst die Tropfsteinhöhle „Grottes des Moidons“ besichtigt, die mit ihren weiten Hallen, imposanten Stalagmiten und Stalaktiten bei eingeschränkten Lichtverhältnissen eine Herausforderung für die Fotografen war.

Danach ging es zur kleinen Quelle der Cuisance, die mit ihrem markanten Wasserfall „Cascade des Tufs“ und zahlreichen Sinterstufen aus Tuffstein inmitten eines Naturschutzgebietes das Herz jedes Naturfotografen höherschlagen ließ. Es gibt auch noch die große Quelle.

Am Morgen des dritten und letzten Tages ging es nach Salines-les- Bains, wo die Saline besichtigt wurde, die 2009 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden war. Neben den Produktionshallen mit den Salzpfannen boten die unterirdischen Stollen zur Gewinnung der Sole aus dem 13. Jahrhundert, die mit ihren romanischen Bögen vollständig erhalten sind,  tolle Motive zum Fotografieren, ebenso die untertägigen technischen Einrichtungen wie die Pumpe, die Abwassersysteme von salzigem Wasser (Sole) und von Süßwasser zum Antrieb der Pumpe.  In den riesigen Pfannen kochte man die Sole 12–18 Stunden lang, bis das Wasser verdampft war und das Salz zum Trocknen zu Ballen geformt werden konnte. Da die Holzvorräte um Salines-les-Bains zum Befeuern der Pfannen knapp

wurden, wurde bis 1779 inmitten eines riesigen Waldgebietes die königliche Saline in Arc-et-Senans errichtet. Dorthin wurde dann ein Teil der Sole aus Salines-les-Bains in einer etwa 21 km langen hölzernen Leitung gepumpt und eingedampft.

Die große Saline war eine Stadt in der Stadt Salins-les-Bains, mit eigener Stadtmauer, eigenen Wohngebäuden, eigener Gerichtsbarkeit und Verwaltung sowie einer eigenen Kirche. 1962 wurde die urkundlich erstmals 523 erwähnte Saline geschlossen.

Unser Mitglied Peter Zell konnte zwei seiner Werke im Fotomagazin "pictures", Ausgabe 7/8 2019, veröffentlichen.

Die abgebildeten Personen sind Profi-Tänzer, die nicht nur für die Fotos das Tanzpaar spielten, sondern auch abseits des Tanzsports Paare sind.
Die ausgedrückte Einigkeit, die auch mit den Fotos übermittelt werden soll, stellte für die "echten" Paare also kein Problem dar.

Bildtitel: "Moving" & "Near the Sky"

Am Samstag um 4 Uhr rappelt der Wecker. Um 5 Uhr treffen wir am Bostalsee ein. An der Seeverwaltung bei Bosen treffen wir uns am Ufer, wo die Boote verliehen werden. Stative werden aufgestellt, diverse  Objektive – von Makro bis Tele – ausprobiert. Der Himmel über dem Centerpark im Osten leuchtet orangerot und spiegelt sich im See.  Nach und nach steigt die Sonne nach oben, das Licht wird gelber, heller, dann gleißend. Taucht die Segelboote im Hafen und die Tretboote am Steg in eine schöne Mogenstimmung. Über dem See Richtung Norden wabern Nebelschwaden. Die flachen Badeinseln treiben im Wasser, nur ein paar Enten sind unterwegs, Angler, Segler, Surfer – um diese Zeit noch Fehlanzeige.  Gut eineinhalb Stunden fangen wir den See und die ihn umgebende Landschaft ein, versuchen uns an verschiedenen Ausschnitten, Spiegelungen, Lichtstimmungen. Franz Rudolf, der den Termin organisiert hat, hält den ein oder anderen Tipp bereit. Mit einem gemütlichen Frühstück im Cafe Keltekatz in Nohfelden klingt dieser sehr schöne Morgen aus.

Von der winzigen Made am noch winzigeren Faden bis zu den mächtigen Wasserbüffeln.  Von Bachstelze und Kormorane bis zum Storch. Orchideenarten wie der Pyramiden-Hundswurz, der Mücken-Händelwurz, der Bienen-Ragwurz oder die Waldhyazinthe.  Schmetterlinge wie der Bläuling,  das Rotbraune Wiesenvögelchen, der Große Perlmutterfalter und ein Meer von Schachbrettfaltern. Das und vieles mehr waren die Motive, die unser Fotoclub am Wochenende zusammen mit den Freunden von Natuur in Beeld aus Holland einfangen konnten. Von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag waren die Naturfotografen zu Gast, und zusammen mit unserem Scout Daniel Spohn erkundeten wir das Orchideengebiet in Gersheim und Naturschutzgebiete bei Homburg-Beeden. Vom Makro bis zum Tele reichte die Ausrüstung. Am Samstagmorgen ging es bereits um 5 Uhr in die freie Natur. Die Sonne ließ sich zwar nicht blicken, doch diverse Orchideenarten, viele Schmetterlinge, Wollgras, Blumen, Vögel und einiges mehr waren dankbare Motive. Abends saßen wir gemütlich zusammen und schauten per Beamer und Leinwand Fotos, AV-Schauen und Filme, unter anderem aus dem Saarland und den Niederlanden, aber auch aus Schottland, Madeira und Kanada. Organisiert hatten den Besuch der Leiter der Natur- und Makrogruppe, Peter Burkholz, und Clemens Arntz. Nach geselligen Stunden und mit vielen tollen Fotos auf Speicherkarten und Festplatten reisten unsere Fotofreunde am Sonntag wieder zurück. Und waren des Lobes voll: „Was een heerlijk en gezellig weekend met veel mooie foto locaties!“ Oder kurz und bündig: „War wieder Super!!“ Auf Wiedersehen im nächsten Jahr in den Niederlanden…

 

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