Ein Wochenende voll mit Fotografie für die ganze Bevölkerung

 

„Fotografie für alle, wir laden die Bevölkerung herzlich ein“ – so lautet das Motto unseres Fotoclubs jetzt zum zweiten Mal. Am Samstag und Sonntag, 17. und 18. November, laden wir, der amtierende  Deutscher Fotomeister 2018, zu den zweiten Freisener Fototagen ins Rathaus ein. „Alle, die Interesse an diesem faszinierenden Hobby haben, sind herzlich willkommen, auch Anfänger“, kündigt unser 1. Vorsitzender, Franz Rudolf Klos, an. Es gibt zwei Tage volles Programm mit vielen Workshops von erfahrenen und erfolgreichen Fotografen und als optischen Höhepunkt eine großartige AV-Schau.

Los geht es am Samstag, 17. November, 10 Uhr. Bis 18 Uhr kann die Ausstellung Deutsche Fotomeisterschaft im Rathaus besichtigt werden. Von 10-11 Uhr hält unsere Deutsche Vizemeisterin, Annelie Henn, einen Vortrag zur Makro-Fotografie. Wer ihre faszinierenden Fotografien von Bienen, Wespen oder Ameisen schon einmal gesehen hat, weiß, dass hier eine große Könnerin aus erster Hand informiert. Von 11.30-13 Uhr, können Interessierte mit Peter Burkholz zu einem Außentermin in Sachen Naturfotografie aufbrechen, von 14 bis 14.30 Uhr schließt sich eine kleine AV-Schau zum selben Thema an. Von 15-16.30 Uhr berichtet Daniel Spohn zum Thema „Abenteuer Naturfotografie - Ein Blick hinter die Kulissen“, weiter geht es von 17-18 Uhr mit Christian Mütterthies und dem Thema Landschaftsfotografie – auch da kann man jede Menge lernen, ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Alle Vorträge (außer dem Außentermin) finden im Sitzungssaal des Rathauses statt.

Von 19 bis 20.30 Uhr steht als Höhepunkt die AV-Schau „Australien“ von Daniel Spohn auf dem Programm, „Einmal quer durchs Outback – Impressionen vom Stuart Highway“ geht es im Kolpinghaus Freisen in der Remigiusstraße (hinter der Kirche). Der Stuart Highway ist eine der ikonischen Straßen Australiens und führt quer durchs rote Zentrum des Kontinents. Mit einer Länge von 2700 km verbindet er die Städte Port Augusta in Südaustralien mit dem tropischen Darwin im Northern Territory. Eine Reise in schier unendliche Weiten mit herrlichen Farben und großartigen Landschaften wird geboten, auch der atemberaubende Wüstennachthimmel mit abertausenden Sternen. 

Auch der Sonntag ist vollgepackt mit spannenden Themen. Neben der Möglichkeit zur Ausstellungsbesichtigung (10-18 Uhr) gibt es von 10-11 Uhr den Vortrag „Grundlagen der Fotografie" von Christian Mütterthies, von 11.30-12.30 Uhr informieren Matthias Baroni und Michael Dorscheid im Spiegelsaal zur Studiofotografie, speziell geht es um „Porträts mit available (vorhandenem) Licht“. Von 13-14 Uhr folgen Grundlagenkenntnisse von Lightroom und Photoshop mit Jannik Scheer, von 15-16.30 Uhr kann man bei Gerhard Bolz, Annelie Henn, Gerd Schunck und Franz Rudolf Klos viel zum Thema Bildgestaltung erfahren. Den Schlusspunkt setzen Matthias Baroni und Michael Dorscheid von 17-18 Uhr mit „Portraits im Fotostudio“.

Am Sonntag bietet die Firma Digi-Foto allen Besuchern von 9.30-16 Uhr die Möglichkeit, sich rund um die Fotografie zu informieren und Kameras sowie Geräte zu testen.

„Die gesamte Veranstaltung ist kostenfrei“, so Franz Rudolf Klos, „eine Spende für die Jugendarbeit gern gesehen.“

 Mit der Vorstellung des 21. Kalenders / Jahresplaner für das Jahr 2019 durch den Vorsitzenden der Kreissparkasse Dirk Hoffmann, den Vorsitzenden des Verwaltungsrates Landrat Udo Recktenwald und unseren 1. Vorsitzenden Franz Rudolf Klos am 30.10.2018 im Foyer der Kreissparkasse in St. Wendel endete eine über 2 Jahrzehnte währende wunderbare fotografische Dokumentation über den Kreis St. Wendel. In Zusammenarbeit von Kreissparkasse St. Wendel und Fotoclub Tele Freisen entstand beginnend in 1999 Jahr für Jahr ein Kalender, in dem jeweils ein Thema zum Kreis St. Wendel von den Fotografen des Fotoclubs Tele Freisen fotografisch umgesetzt wurde. So konnte den Kunden der Kreissparkasse jährlich ein ansehnlicher und beachtenswerter Kalender mit tollen Fotos aus dem Landkreis angeboten werden. Die Themen waren u. a. Kapellen, Märkte, Wasser, Wendelin, um nur einige zu nennen. Es waren schöne und umfangreiche Dokumentationen über unseren Landkreis. Manches wurde neu entdeckt, das Vielen aus der Bevölkerung bisher unbekannt war. Nachfragen zu verschiedenen Fotos waren keine Seltenheit. Insgesamt wurden bei den Vorbereitungen über die 21 Jahre etwa 20.000 Fotos gemacht. Die Kalender mit Bildern der Sehenswürdigkeiten des Kreises St. Wendel fanden immer großen Zuspruch und wurden auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus an Saarländer, die im Ausland leben, versendet. In den letzten Jahren war jedoch ein steter Rückgang beim Absatz festzustellen, der auf die immer stärkere Benutzung der neuen Medien anstelle eines Kalenders / Jahresplaners durch die Kunden zurück zu führen ist. Daher wurde bereits im Vorjahr beschlossen mit der Herausgabe des Kalenders 2019 die Reihe einzustellen. Der Vorsitzende der Kreissparkasse Dirk Hoffmann betonte jedoch, dass damit nicht auch die Zusammenarbeit mit dem Fotoclub Tele Freisen eingestellt wird, sondern diese – wenn auch in anderer Form – fortgeführt werden wird.

Der Fotoclub bedankt sich ganz herzlich bei der Kreissparkasse St. Wendel für das Vertrauen, die stets gute Zusammenarbeit und die großartige Unterstützung in all den Jahren.

 

Nachdem wir im September letzten Jahres in Ludwigshafen zu Gast sein durften, war jetzt, fast genau ein Jahr später, eine größere Delegation  der  Fotografischen Gesellschaft Ludwigshafen e.V. (FGL) auf Gegenbesuch. Wir trafen uns an der ehemaligen Grube Reden, heute „Erlebnisort“ mit Industriedenkmälern und Wassergarten. Dort begrüßte unser Vorsitzender, Franz Rudolf Klos, die Fotofreunde vom Rhein um ihren Vorsitzenden Karlheinz Weingärtner und Thomas Detzner. Unser Vorstandsmitglied Heribert Maurer hatte noch eine Überraschung parat und zeigte den Gästen das ehemalige Grubengebäude. Anschließend wurde im Außenbereich zusammen fotografiert, hier boten sich zahlreiche Motive, von Industriekultur und Architektur bis Natur. Nach einem Essen auf der rustikalen Alm auf der Bergehalde ging es nach Freisen. Dort standen eine Besichtigung der Clubräume und eine Bildkritik auf dem Programm und es blieb auch Zeit, um Erfahrungen auszutauschen und persönliche Gespräche zu führen.

 

Ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch erlebten Mitglieder der Natur- und Makrogruppe unseres Vereins. Von Freitag bis Sonntag durften wir zu Gast bei den Freunden des Vereins „Natuur in Beeld“ (Natur im Blick) sein. In der Provinz Brabant wohnten wir im schicken Hotel Teugel Resort bei Uden mit gemütlichem Restaurant und schöner Terrasse. Die Gastgeber um Toon und Toi  hatten den Besuch vorbildlich organisiert und reizvolle Ziele für Fotoexkursionen ausgesucht. Da sich auch das Wetter von seiner besten Seite zeigte, füllten sich die Speicherkarten im Nu. Das vierte Treffen der beiden Fotovereine war eine rundherum gelungene Sache, der Austausch untereinander, die Gespräche und Diskussionen sehr harmonisch, ja freundschaftlich. Von früh morgens bis abends waren wir unterwegs, genossen die Natur mit Dünen und Sand, Wiesen und Wald, Flüssen und Seen. In einem großen Reservat lebende Ponys und Wisenten, allerlei Blumen, Vögel und Insekten sowie ein traumhafter Sonnenaufgang am Sonntag bei Keent an der Maas boten reichlich Motive. Abends wurden Fotoschauen gezeigt und man konnte sich über viele Facetten der Fotografie austauschen. Unser Vorsitzender, Franz-Rudolf Klos, bedankte sich am Sonntagvormittag vor der Rückfahrt sehr herzlich bei den Freunden von Natuur in Beeld. Im nächsten Jahr soll es ein Wiedersehen im Saarland geben.

Nach seiner Auszeichnung auf nationaler Ebene als Meisterfotograf des Deutschen Verbandes für Fotografie (MDVF) im vergangenen Jahr, konnte sich der Fotograf Wolfgang Wiesen aus Tholey-Hasborn in diesem Jahr über eine ganz besondere Ehre auf internationaler Ebene freuen, welche erst insgesamt 15 Fotografen aus Deutschland zuerkannt wurde:  Maître Photographe de la Fédération Internationale de l'Art Photographique (MFIAP).


Die Fédération Internationale de l'Art Photographique (FIAP) ist die internationale Dachorganisation nationaler Fotoverbände mit Mitgliedern aus mehr als 90 Ländern weltweit. Deutsche Fotoamateure werden von dem Deutschen Verband für Fotografie (DVF) in der FIAP repräsentiert.


Neben den internationalen Ehrentiteln Künstler der FIAP (AFIAP) und Exzellenter Künstler der FIAP (EFIAP) mit verschiedenen Stufen, ist der Titel Meisterfotograf der FIAP (MFIAP) die höchste Auszeichnung für einen Fotografen, welche einmal im Jahr vom Direktorium der FIAP verliehen wird.


Während die erstgenannten Titel für eine Reihe von Erfolgen bei Fotowettbewerben und Ausstellungen in aller Welt vergeben werden, muss der Bewerber für die MFIAP-Auszeichnung einen Lebenslauf mit fotografischem Werdegang und eine serielle Arbeit bestehend aus 20 Werken zu einem selbst ausgewählten Thema beim Direktorium der FIAP zur Begutachtung einreichen.
Wolfgang Wiesen hat bei seiner erfolgreichen Bewerbung eine Bildstrecke zum Thema „Mysteriöse Osterinsel (Rapa Nui)“ vorgelegt. Die kleine Osterinsel inmitten des Pazifischen  Ozeans ist eine UNESCO-Weltkulturerbestätte und berühmt für ihre große Anzahl von steinernen Kolossalfiguren (Moai), welche von den polynesischen Ureinwohnern über Jahrhunderte auf Zeremonialplattformen (Ahu) direkt an der Küste rund um die Insel aufgestellt wurden und vermutlich der Ahnenverehrung dienten.


Wiesen konnte auf einer Expeditionsreise mit seinen Kameras in die geheimnisvolle Welt der Moai-Kultur auf Rapa Nui, wie die Insel in der Eingeborenensprache heißt, eintauchen. Ohne es im Vorfeld zu wissen, erwies sich die Lichtsituation  und die tägliche leichte Bewölkung auf der Osterinsel als ideal für die von Wiesen schon seit vielen Jahren praktizierte Infrarotfotografie in Schwarzweiss. Mit einer eigens für diese Art von Fotografie umgebauten Kamera gelangen Bilder mit einer ganz ungewöhnlichen Anmutung, welche sich insbesondere durch eine kontrastreiche Darstellung der Moai-Figuren vor einem markanten Wolkenhimmel auszeichnen. Diese einmaligen Arbeiten konnten die Jury überzeugen und Wiesen wurde der 15. MFIAP-Titel in Deutschland zuerkannt. Fünf  dieser Titelträger sind übrigens Saarländer, was das hohe Niveau der Fotografie im DVF-Landesverband Saar auch international bestätigt.
Wolfgang Wiesen ist seit vielen Jahren Mitglied im Fotoclub Tele Freisen und engagiert sich auch ehrenamtlich in der Fotoszene. Er ist Vizepräsident des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF), sowie berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter den Bildband „Anders Sehen“ über den Kreis St.Wendel und „Hab ein Auge mit mir“ mit Fotos von ihm und Gedichten von Johannes Kühn. Regelmäßig nimmt er an Wettbewerben und Ausstellungen in aller Welt teil und veröffentlicht Beiträge in Fachzeitschriften. Auch ein Portfolio über Rapa Nui wird Ende November in der renommierten Zeitschrift SCHWARZWEISS erscheinen.


Ausführlichere Informationen findet man im Internet unter folgenden Adressen:
www.fiap.net, www.dvf-fotografie.de und www.wwfoto.de


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