Spannend war’s. Mit überraschenden Begegnungen. Ein halbes Dutzend Mitgliederinnen und Mitglieder der Natur- und Makrogruppe unter der Leitung von Peter Burkholz traf sich am Sonntag zu einem Spaziergang durch den Neunkircher Zoo. Pünktlich zur Kassenöffnung um 9 Uhr waren wir da. Bedeckter Himmel, aber durchaus gutes Licht. In der Falknerei waren die Läden noch dicht. Die Paviane bekamen gerade Futter in ihrem Haus, da war nicht viel zu machen.  Die Schneeleos blieben ebenflls in ihren warmen Wänden, ein Bär versteckte sich hinter einem Holzhaufen. Die Füchse waren durch die dicken Glasscheiben bzw. den grünen Zaun keine sehr dankbaren Motive. Bei den Giraffen und beim Wild sah es dann schon besser aus. Bei der nächsten Station war Geduld gefragt. Eines der braunen Kängurus trug sein Junges über eine Wiese und verputzte pausenlos Gras. Nur ab und zu lugte der Nachwuchs mal kurz heraus. Gut eine halbe Stunde lagen wir auf der Lauer. Und dann eine schöne Überraschung. Am Spielplatz stand er, zwischen Schaukel, Tisch und Zaun ziemlich eingezwängt und drehte sich fast pausenlos im Kreis. Er trug sein Sonntagskleid und zeigte es in seiner ganzen Pracht. Also schnell die Iso-Zahl nach oben, kurze Verschlusszeit und auf Serie gestellt. Und warten, bis der Pfau einer seiner spitzen Rufe loslässt. Das dauerte, aber es gab ein Happy-End. Dann noch kurz bei den Waschbären und den Erdmännchen vorbei, denn es fing, nach rund zweieinhalb Stunden, langsam an zu regnen.  Eine  schöne Tour mit ein paar brauchbaren Schnappschüssen.

Es war eine tolle Erfahrung, wie faszinierend Gift- und Heilkräuter sein können. In einem richtigen Kleinod  – dem 4000 qm großen, privaten Gift- und Heilkräutergarten des Apothekers Dr. Karl-Heinz Potempa in Türkismühle –  waren über mehrere Monate Evelyne Jene, Anna Kneip, Dagmar Utzig-Fell, Alexander Schmidt und Gerd Schunck unter Leitung von Erhard Müller auf Fotopirsch.

In angenehmer Atmosphäre entflohen die Fotografen nicht nur dem Alltagsstress, sondern tauchten in eine einzigartige Welt mit völlig neuen Ansichten und Details ein und waren überrascht, wie einzigartig Gift- und Heilpflanzen sein können.

Fotoeinsteiger brachten neue Ideen mit. Erfahrene Fotografen gaben wertvolle Tipps und Tricks weiter. So entstand Schritt für Schritt eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig puschte und unterstützte, wo immer es ging. Objektive, Stative, Filter, Zwischenringe, ganze Kamerasysteme wechselten die Nutzer. Da fehlte ein Aufheller, ein Abwedler, eine Klammer, eine Taschenlampe. Alles kein Problem. Das ein oder andere Hilfsmittel fand sich dann auch noch im Geräteschuppen von Dr. Potempa, der sein umfangreiches Fachwissen gern begeisternd weitergab und sich schon das ein oder andere Mal wunderte, was die Fotografen kniend oder liegend in seinem Garten suchten. „So habe ich die Pflanze noch nie gesehen“ resümierte er anerkennend und wusste schon die nächste Anekdote preis zu geben.

Bei einer letzten Bildbesprechung endete vor einigen Tagen das Fotoprojekt. Am PC gab Gerd Schunck noch einmal wertvolle Bearbeitungstipps in Lightroom und Photoshop. Laut unserem Vorsitzenden Franz Rudolf Klos entstanden brillante Kunstwerke von Mutter Natur, die in einer Ausstellung zusammengetragen auf Tour gehen soll.

Es werden ca. 40 Fotos auf Fine-Art-Papier in der Größe von A 3 gedruckt und ausgestellt. Der Ausstellungsort wird rechtzeitig bekannt gegeben, Start dieser Ausstellung soll im Sommer 2019 sein.

 

 An einem trockenen Nohfelder Südhang liegt der wohl größte Gift- und Heilkräutergarten im privaten Besitz. Auf rund 4000 m² hat der Türkismühler Apotheker Dr Karl-Heinz Potempa im Laufe von Jahrzehnten eine faszinierende Natur von weit über 400 Pflanzen, Bäume und Sträucher angesammelt, die in der Medizin und Pharmazie von Bedeutung sind.

In diesem Naturparadies durften im vergangenen Jahr Evelyne Jene, Anna Kneip, Eva Martin, Erhard Müller, Thomas Reinhardt, Nadja Simon, Dagmar Utzig-Fell, Alexander Schmidt und Gerd Schunck vom Fotoclub Tele Freisen zu Kamera, Objektiv, Zwischenringen und Stativ greifen.

Auch wenn das Wetter oft nicht mitspielte, entstanden faszinierende Einblicke im Nah- und Makrobereich.

Erste Aufnahmen aus dem Fotoprojekt „Potempa`s Gift- und Heilkräutergarten“ konnten bereits bei internationalen Fotowettbewerben punkten. Das Projekt soll Dank Unterstützung von Dr. Potempa fortgesetzt werden.

„Da sind ja wahre Kunstwerke entstanden“ freute sich Dr. Karl-Heinz Potempa über die Auswahl von Fotos, die im vergangenen Jahr durch Mitglieder des Fotoclub Tele Freisen in seinem Gift- und Heilkräutergarten Garten in Nohfelden entstanden sind.

„Von richtig tollen Aufnahmen“ schwärmte unser Vorsitzender Franz Rudolf Klos nach einer gemeinsamen Sichtung der Fotos. An zwei folgenden Nachmittagen gab in den Clubräumen Gerd Schunck grundlegende Tipps zur Bildbearbeitung in Lightroom und Photoshop und verriet auch den ein oder anderen „Insidertrick“.

Nachdem jetzt wohl auch im nördlichen Saarland der Frühling endlich Einzug hält und die ersten Pflanzen zaghaft aus der Erde spitzen, stehen die Fotografinnen/en des Fotoprojektes bereits in den Startlöchern, um mit neuem Wissen die faszinierende Natur in Potempa`s Reich weiter zu entdecken. Auf Grund der Erfahrungen des vergangenen Jahres, kann das Projekt um einige Plätze aufgestockt werden. Ansprechpartner: Erhard Müller.

Vom 10. bis 12. November 2017 nahm die Natur- und Makrogruppe an der jährlich stattfindenden Ausstellung unserer Fotofreunde Photo Club de Mutzig teil. 14 Mitglieder der Gruppe zeigten ihre Bilder und damit die Bandbreite der Natur- und Makrofotografie in unserem Verein. Es waren Anfänger und langjährige Fotografen des Clubs vertreten.  Eine kleine Gruppe von 4 Personen war an allen 3 Tagen vor Ort anwesend und stand den Besuchern für Fragen zur Verfügung.

Die Resonanz der Besucher auf die Bilder war durchgängig positiv. Auch die örtliche Presse war zur Eröffnung und zum Abschluss der Fotoausstellung in Mutzig gekommen und berichtete positiv über die Ausstellung.

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